Ein Orthopäde erklärt einer Patientin anhand eines Röntgenbilds die Arthrose Diagnose icon
Diagnose
& Therapie
Gut, dass ich mit meinen
Beschwerden medizinischen
Rat eingeholt habe.

Diagnose & Therapie

Arthrose tritt als die häufigste Gelenkerkrankung bei vielen Menschen im Alter auf. Jüngere Menschen können ebenso durch ein Trauma vom fortschreitenden Knorpelabbau betroffen sein. Schmerzen, eingeschränkte Beweglichkeit oder knirschende Gelenke bedeuten nicht automatisch, dass Sie unter Arthrose leiden. Es sind wichtige Parameter für eine Arthrose Diagnose. Nehmen Sie Schmerzen oder andere Symptome ernst und suchen Sie frühzeitig Ihren Arzt oder Ihre Ärztin auf. Er oder sie ist in der Lage, die Hintergründe zu klären und eine Arthrose Diagnose zu stellen. Es gibt unterschiedliche Verfahren, um Arthrose zu diagnostizieren. Andere Gelenkerkrankungen, die eine andere Behandlung erfordern, sind auszuschließen. Zu Beginn verläuft eine Arthrose häufig ohne Beschwerden und Betroffene erleben keine Einschränkungen. In diesem Fall ist eine Arthrose Diagnose ein Zufallsbefund. Eine Arthrose Therapie verspricht am meisten Erfolg, wenn sie rechtzeitig beginnt. Dem Knorpelabbau kann in diesem Fall am besten entgegengewirkt werden. Eine fundierte Arthrose Diagnose legt den Grundstein für die passende Arthrose Therapie. Diese setzt sich aus verschiedenen Bestandteilen zusammen und ist ganzheitlich. Moderate Bewegung und ein angepasster Lebensstil sind wichtige Säulen der Therapie. Die Arthrose Behandlung hat vorrangig zum Ziel, Schmerzen zu lindern und die Beweglichkeit der Betroffenen wiederherzustellen.

Die richtige Diagnose vom Facharzt oder der Fachärztin

Suchen Sie bei anhaltenden Schmerzen oder anderen Symptomen Ihren Hausarzt oder Ihre Hausärztin auf. Er oder sie weiß um mögliche Vor- oder Begleiterkrankungen und welche Medikamente Sie einnehmen. Sie kennen sich bestenfalls lange genug, um in einem ausführlichen Gespräch Ihren Beschwerden auf den Grund zu gehen. Erhärtet sich der Verdacht einer Arthrose, wird zur Diagnose medizinischer Rat eines anderen Fachbereichs hinzugezogen.

Fachärzte und Fachärztinnen der Orthopädie sind spezialisiert auf Beschwerden des Bewegungs- und Halteapparats. Dieser umfasst Knochen, Muskeln, Bänder und Sehnen. Orthopäden und Orthopädinnen sind die richtigen Ansprechpartner bei Arthrose. Ärzte und Ärztinnen dieses Fachgebiets sind außerdem in der Unfallchirurgie oder Sportmedizin tätig.

Vor einer körperlichen Untersuchung und der Anwendung weiterer Verfahren zur Arthrose Diagnose wird ein Anamnesegespräch durchgeführt. In diesem Gespräch werden Sie ausführlich zu Ihren Beschwerden, deren Beginn und Verlauf befragt. Es wird ermittelt, ob Schmerzen oder Gelenkgeräusche in bestimmten Situationen auftreten. Es spielt eine Rolle, wie stark diese sind und wie lange sie anhalten. Ob und wie sich Ihre Beweglichkeit verändert hat, wird berücksichtigt. Entscheidend ist, ob Ihre Lebensqualität negativ beeinflusst ist.
Eine Patientin sitzt auf der Behandlungsliege eines Orthopäden während auf dem Computerbildschirm der Knorpelschaden in ihrem Knie durch Arthrose sichtbar ist

Man wird Sie umfassend körperlich untersuchen. Mediziner und Medizinerinnen nutzen zur Arthrose Diagnose standardisierte Tests. Diese überprüfen Ihre Beweglichkeit und deren Einschränkung. Mögliche Schwellungen und Ergüsse werden ertastet. Je nachdem wo Sie Schmerzen haben, werden Ihre Haltung und Ihr Gang analysiert. Durch die körperliche Untersuchung wird ermittelt, ob das betroffene Gelenk gerötet oder erwärmt ist.

Um sich im wörtlichen Sinne ein Bild von der Lage in Ihrem Gelenk zu machen, werden sogenannte bildgebende Verfahren herangezogen. Man spricht von Gerätediagnostik. Die älteste dieser Methoden ist die Röntgenuntersuchung. Ein ähnliches Prinzip nutzt die Computertomografie, die umgangssprachlich CT genannt wird. Die Magnetresonanztomografie (MRT) macht sich ein starkes Magnetfeld für den Bildbefund zu Nutze.

Eine Ärztin erklärt einer Patientin auf einem Tablet das Röntgenbild ihrer Wirbelsäule
Je nach Verfahren lassen sich eindeutige Anzeichen einer Arthrose feststellen. Die Dicke des Gelenkspalts ermöglicht eine Aussage über den Knorpelverlust. Je dünner der Spalt, desto mehr Knorpel ist verloren. Veränderungen am Knochen deuten darauf hin, dass Kräfte ungedämpft einwirken. Als Reaktion darauf entstehen Knochenwucherungen – genannt Osteophyten – oder Zysten. Die Beweglichkeit wird zunehmend eingeschränkt.

Es kommt vor, dass Patienten starke Schmerzen empfinden, sich die Arthrose Symptome aber nicht mit dem klinischen Befund decken. Oder dass Patienten mit fast völligem Knorpelverlust kaum Beschwerden haben. Eine solche Diskrepanz zwischen Symptomen, Leidensdruck und Bildbefund kommt vor. Der behandelnde Orthopäde oder die Orthopädin erstellt auf Basis aller Informationen einen individuellen Therapieplan.

Entscheidend für die Auswahl der richtigen Therapie ist die Abgrenzung von anderen Gelenkerkrankungen. Andere rheumatische Erkrankungen, wie Gicht und Arthritis sind auszuschließen. Diese erfordern eine andere Behandlung. Das gilt ebenso für Osteoporose oder andere Gelenkbeschwerden.

Wie verläuft die Arthrose Untersuchung?

Die Arthrose Untersuchung folgt auf ein umfassendes Gespräch über Ihre Symptome und Einschränkungen. Die körperliche Untersuchung ist obligatorisch. Ihr Orthopäde oder Ihre Orthopädin wird das betroffene Gelenk abtasten und dessen Beweglichkeit prüfen.
Vorhandene Schwellungen, Rötungen, Erwärmungen oder Ergüsse liefern Hinweise auf ein akutes Problem. Bildgebende Verfahren untermauern und präzisieren eine Arthrose Diagnose. Daraus lässt sich ein genaues Bild des Knorpelschadens ableiten. Je weniger Knorpel vorhanden ist, desto fortgeschrittener die Arthrose. Diese Untersuchungen sind schmerzfrei. Mit einer fundierten Arthrose Diagnose werden gezielte Therapiemaßnahmen ausgewählt.
Eine Orthopädin tastet das Knie eines sitzenden Patienten zur Arthrose Diagnose ab

Röntgenuntersuchung und CT

Eine Röntgenuntersuchung erfolgt unter Belastung des betroffenen Gelenks. Bei Verdacht auf eine Arthrose im Knie, erfolgt die Untersuchung im Stehen. Ziel ist es, den Abstand zwischen den beiden aufeinandertreffenden Knochen zu messen. Der Knorpel, der die Enden beider Knochenflächen bedeckt, ist auf einem Röntgenbild nicht sichtbar. Der Abstand beider Knochen zueinander lässt Rückschlüsse auf die Knorpeldicke zu. Dies ist eines der wichtigsten Merkmale für das Fortschreiten der Arthrose. Je weniger Knorpel vorhanden ist, umso enger liegen die Knochen aneinander. Die Röntgenuntersuchung eignet sich zur Arthrose Diagnose und zur Beurteilung des Krankheitsverlaufs.

Röntgenbilder liefern zweidimensionale Aufnahmen. Vertiefungen oder Risse im Knorpel, die auf einen Unfall hinweisen, sind im Röntgenbild nicht sichtbar. Der Winkel der Aufnahme entscheidet über die Aussagekraft des Röntgenbilds.

Ein Orthopäde betrachtet das Röntgenbild eines Knies zur Arthrose Diagnose
Dadurch hat die Untersuchungsmethode Grenzen und kann zu Fehleinschätzungen führen. In höheren Dosen sind Röntgenstrahlen schädlich. Wird eine Person mit einem modernen Röntgengerät geröntgt, wird die Belastung durch Strahlen als akzeptabel angesehen. Grundsätzlich gilt: Je seltener geröntgt wird, desto besser. Besprechen Sie Nutzen und Risiken vor der Untersuchung ausführlich mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin.
Aufnahmen, die kleinere Knorpeldefekte präzise abbilden, werden mit dem CT gemacht. Die Computertomografie nutzt ebenfalls das Strahlenprinzip und wird hauptsächlich in Kliniken eingesetzt. Es ermöglicht dreidimensionale detaillierte Bilder. Die Strahlenbelastung ist deutlich höher als beim Röntgen. CT-Aufnahmen werden in der Regel zur Abklärung komplizierter Befunde eingesetzt.

MRT

Ohne Strahlung, sondern mit Magnetfeldern, arbeitet das MRT. Mithilfe der Magnetresonanztomografie werden präzise Schnittbilder in hoher Auflösung erstellt. Das Verfahren wird Kernspintomografie, umgangssprachlich Kernspin genannt.
Die Aufnahmen sind für diagnostische Verfahren bestens geeignet. Krankhafte Veränderungen wie Entzündungen werden sichtbar. Neben einem dreidimensionalen Bild ermöglichen Sie Aussagen zur Knorpelqualität. Es lässt sich sagen, wie viel Knorpel noch erhalten ist und wie dessen Beschaffenheit ist. Das MRT-Verfahren ist kostspielig und zeitaufwendig. Die Geräte sind vorrangig in Kliniken zu finden und Termine lange im Voraus gebucht. Für die reguläre Arthrose Diagnostik wird das MRT nicht eingesetzt.
Eine Krankenschwester führt eine MRT Untersuchung an einer liegenden Patientin durch

Welche Therapieformen gibt es bei Arthrose?

Eine gute Arthrose Therapie ist ganzheitlich und besteht aus mehreren Therapiebestandteilen. Diese ergänzen sich und bauen aufeinander auf. Im Wesentlichen unterscheidet man konservative, medikamentöse und operative Behandlungsansätze. Die Maßnahmen sind auf die individuellen Lebensumstände des Patienten oder der Patientin angepasst. Es gibt nicht die eine Arthrose Therapie, die zum Erfolg führt. Das Zusammenspiel aller therapeutischer und persönlicher Maßnahmen führt zur Verbesserung des Zustands. Einen Überblick der Therapieoptionen liefert die sogenannte AWMF-Leitlinie. Ärzte und Ärztinnen ziehen sie zur Entscheidungsfindung für die Behandlung bei Kniearthrose heran.

Oberstes Ziel ist die Erhaltung oder Wiederherstellung einer schmerzfreien Mobilität. Beweglichkeit ist der Schlüssel für die Gesunderhaltung der Gelenkknorpel. Zu Beginn bedarf es häufig einer Schmerztherapie sowie entzündungsreduzierender Maßnahmen. Ohne Schmerzen fällt Bewegung spürbar leichter. Schmerzmittel sind keine Dauertherapie bei Arthrose.

Physiotherapeutische Behandlungen wie Krankengymnastik, stärken die gelenkumgebenden Strukturen. Ist der Apparat aus Muskeln, Bändern und Sehnen stabil, nimmt das dem Gelenk viel Belastung.

Ein Physiotherapeut behandelt das gebeugte Knie einer auf dem Bauch liegenden Patientin bei Arthrose
Durch die Bewegung werden die Gelenkknorpel mit Nährstoffen versorgt. Die aktive Mithilfe des Patienten oder der Patientin ist wichtig. Die erlernten Übungen sind Zuhause fortzuführen, um den Effekt langfristig zu erhalten. Orthopädietechnik trägt zur Unterstützung und Entlastung der betroffenen Gelenke bei. Dazu zählen Orthesen, Schuheinlagen sowie Bandagen. Physikalische Maßnahmen unterstützen die Bewegungstherapie.

Alternative Medizin sowie Hausmittel können die anderen Therapiemaßnahmen bei Arthrose sinnvoll unterstützen. Eine pauschal positive Bewertung ist aufgrund der nicht eindeutigen Studienlage nicht möglich. Bewährt hat sich Akupunktur zur Schmerzlinderung. In jedem Fall gilt, die Ergänzung der Therapie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin abzustimmen. Er oder sie kann die Erfolgsaussichten für Sie am besten einschätzen und Empfehlungen aussprechen.

Operative Verfahren kommen möglichst spät oder bestenfalls gar nicht zum Einsatz. Man unterscheidet gelenkerhaltende und gelenkersetzende Operationen. Gelenkerhaltende Operationen laufen häufig minimalinvasiv und damit komplikationsarm ab. Trotz Gelenkersatz ist heutzutage ein aktiver Lebensstil möglich. Moderne Operationsverfahren, langlebige Materialien und umfassende Reha-Angebote sind dafür verantwortlich.

Betroffene tragen mit ihrem Lebensstil entscheidend zum Verlauf einer Arthrose bei. Durch Umstellung der Ess- und Bewegungsgewohnheiten beeinflussen sie aktiv das Fortschreiten der Erkrankung. Langfristig diszipliniert zu sein ist schwierig, aber es lohnt sich. Übergewicht spielt eine große Rolle bei Arthrose. Das zusätzliche Gewicht belastet die Gelenke und beschleunigt das Fortschreiten der Erkrankung. Das sogenannte viszerale Fett, das vor allem im Bauchbereich auftritt, fördert Entzündungsreaktionen im Körper. Der Abbau der Gelenkknorpel wird beschleunigt. Abnehmen bei Arthrose ist ein wichtiger Therapiebestandteil. Zwei Hebel tragen dazu bei: Sport und Bewegung sowie eine gesunde Ernährung bei Arthrose. Betroffene profitieren von einer vorwiegend pflanzlichen, ausgewogenen Ernährung bei Arthrose. Viel Fleisch, Weißmehlprodukte und Fertiggerichte fördern durch „stille Entzündungen“ den Knorpelabbau. Ein bunter Speiseplan mit viel Obst und Gemüse liefert wichtige Nähr- und Pflanzenstoffe für die Knorpelgesundheit. Mit weniger Gewicht fällt Sport und Bewegung bei Arthrose spürbar leichter. Moderate Bewegung trainiert den Halteapparat und beugt Stürzen vor. Mithilfe der Bewegung werden die Gelenkknorpel ernährt.

Arthrose ohne Medikamente behandeln

Viele Therapieansätze bei Arthrose verzichten auf Arzneimittel oder arzneimittelähnliche Produkte. Allen voran Physiotherapie und physikalische Verfahren, sowie orthopädische Hilfsmittel. Unerwünschte Nebenwirkungen werden vermieden. Maßnahmen der Bewegungstherapie gehören zur primären Behandlung bei Arthrose. Das umfasst Kraft-, Ausdauer- und Beweglichkeitstraining. Eine sinnvolle Ergänzung sind physikalische Maßnahmen. Reize von außen stimulieren eine Reaktion des Körpers. Zum Einsatz kommen Massagen, Wärme oder Kälte sowie Elektro- oder Ergotherapie bei Arthrose. Die Maßnahmen fördern, dass die Muskulatur gelockert wird, Gelenkergüsse zurückgehen oder Betroffene besser im Alltag zurechtkommen. Die Wiederherstellung der Beweglichkeit ohne Schmerzen steht im Fokus.
Dafür wird eine stabile und tragfähige Muskulatur benötigt. Neben der Arbeit im Rahmen einer Physiotherapie, führen Betroffene dazu selbst Zuhause Übungen durch. Sport im Fitnessstudio, im lokalen Sportverein oder der Volkshochschule trägt dazu bei, die Muskeln zu stärken. Die Muskulatur kompensiert die Kräfte, die bei Bewegung entstehen. Der Gelenkknorpel sorgt als Stoßdämpfer der Gelenke für eine Druckverteilung und gute Reibung der Gelenkflächen. Eine trainierte Muskulatur ist die Basis eines kräftigen Stütz- und Halteapparats. Trainieren Sie auch Ihren Gleichgewichtssinn um Stürze zu vermeiden!
Eine Seniorin führt muskelstärkende Gymnastik Zuhause zur Kräftigung bei Arthrose durch

Hausmittel bei Arthrose

Bewährte Hausmittel tragen dazu bei, das Wohlbefinden bei Arthrose zu verbessern und Symptome zu reduzieren. Hausmittel werden zur Ergänzung einer konservativen oder medikamentösen Therapie eingesetzt. Sie sind Teil der Selbsthilfe bei Arthrose. Stimmen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin ab, mit welchen Maßnahmen Sie die Arthrose Behandlung unterstützen können. Nicht jede Anwendung traditioneller Hausmittel ist für alle Betroffenen geeignet und der medizinische Nutzen nicht unumstritten.

Altbewährte Hausmittel bei Arthrose sind:

  • Quarkwickel kommen zum Einsatz, um Schmerzen, Schwellungen und Ergüsse bei Arthrose zu lindern. Dazu ist der zimmerwarme, abgetropfte Quark in ein Baumwolltuch einzuschlagen und auf das betroffene Gelenk zu legen. Der Wickel verbleibt dort, bis er nicht mehr kühlt.
  • Wickel mit Kohlblättern von Weißkohl oder Wirsing werden ebenso bei Gelenkbeschwerden angewendet. Umschläge mit Kräutertinkturen oder Arnikablüten.
  • Cremes oder Gel mit Beinwell-Extrakt tragen Betroffene zur Linderung auf schmerzende Gelenke auf. Zum Einreiben gibt es ebenfalls Salben oder Gel mit Arnika.
  • Wärmepackungen lösen Verspannungen und tragen zur Lockerung der Muskulatur bei. Medizinisch kommen Moor- und Schlammpackungen zur Anwendung.
  • Kälte eignet sich, um Schwellungen zu reduzieren. Erwärmte, dicke Gelenke werden mit Kälteanwendungen behandelt, um eine Entzündung zu bekämpfen. Wenden Sie Kälte nie lange direkt auf der Haut an und nutzen Sie ein Küchentuch als Schutz.
  • Antioxidative Inhaltsstoffe in Lebensmitteln reduzieren Entzündungen. Dazu zählt Vitamin C, das in Zitrusfrüchten vorkommt. Erdbeeren und Johannisbeeren sowie Paprika enthalten viel Vitamin C. Omega-3-Fettsäuren, wie sie vor allem in fettem Seefisch, wie Lachs und Makrele zu finden sind, wirken ebenfalls entzündungshemmend. Grüner Tee, Lycopin aus Tomaten oder Quercetin aus roten Trauben sind antioxidativ.
  • Nahrungsergänzungsmittel bei Arthrose nutzen zwei verschiedene Prinzipien. Ähnlich wie ausgewählte Lebensmittel liefern sie antioxidative Inhaltsstoffe und tragen zum Zellschutz bei. Andere Präparate führen dem Körper Bestandteile, die natürlich im Knorpel vorkommen, zu. Das umfasst Hyaluronsäure, Glukosaminsulfat und Kollagen. Ein kurzfristiger Effekt ist durch die Einnahme nicht zu erwarten.

Arthrose Therapie mit Medikamenten

Die medikamentöse Therapie bei Arthrose hat viele Facetten. Die Behandlung von Schmerzen und Entzündungen ist erforderlich, wenn die Beweglichkeit eingeschränkt ist. Somit wird eine Bewegungstherapie erst möglich. Bevor Schmerzmittel in Form von Tabletten eingenommen werden, sind Salben zum Einreiben die Mittel der Wahl. Sie wirken direkt am betroffenen Gelenk und haben weniger Nebenwirkungen. Schmerz- und entzündungshemmende Medikamente sind nur nach ärztlicher Rücksprache einzunehmen. Halten Sie sich an die Hinweise zur Dosierung und lesen Sie den Beipackzettel aufmerksam. Bei Überdosierung oder kontinuierlicher Einnahme drohen Nebenwirkungen. Schmerzmittel sind nicht zur Dauertherapie geeignet. Eine Behandlung mit Kortison, das mit einer Spritze in die Gelenkkapsel verabreicht wird, kann zur Bekämpfung einer Entzündung sinnvoll sein. Es handelt sich um eine kurzzeitige Therapieoption um Entzündungsschübe zu behandeln. Langfristig verabreicht, schadet Kortison den Knorpelzellen und trägt zum Knorpelverlust bei. Seit Jahrzehnten werden Hyaluronsäure Spritzen zur Behandlung bei Arthrose angewendet. Sie zählen zur medikamentösen Therapie, um Schmerzen zu lindern und die Beweglichkeit zu verbessern.

Arthrose Operationsverfahren

Ein Operationsteam führt eine Arthrose Operation am Gelenk durch
Es gibt verschiedene Operationsverfahren bei Arthrose. Im Wesentlichen unterscheidet man zwischen Operationen, die das eigene Gelenk erhalten und einem Gelenkersatz. Hinzukommen Operationen, bei denen Fehlstellungen korrigiert werden. Häufige Fehlstellungen, die zur einseitigen Belastung der Gelenke führen, sind X- oder O-Beine. Überlastung oder Fehlbelastung bedingen einen schnelleren Knorpelverlust. Lesen Sie mehr zu Arthrose Operationen.